Die neue Staplergeneration: Nachhaltigkeit mit System
Gießerei Weilbach: Ressourcenschonung mit Gewicht
Stimulus: Vertrauliche Hilfe in belastenden Phasen
E-Nutzfahrzeuge für die Logistik am Untermain
Ökobilanzen als Basis für bessere Produktentscheidungen
Die neue Staplergeneration: Nachhaltigkeit mit System
Mit der neuen Staplergeneration zeigt Linde Material Handling, wie sich Nachhaltigkeit konsequent in Entwicklung, Produktion und Einsatz integrieren lässt. Grundlage ist ein durchgängiges Plattformkonzept, das Elektro- und Verbrennermodelle auf nur noch zwei Linien in Mix-Montage zusammenführt. Teils identische Komponenten, kürzere Wege und eine deutlich reduzierte Teilevielfalt senken den Bedarf an Material, Werkzeugen und Energie. Gleichzeitig steigt die Flexibilität in der Fertigung, weil sich Produktionsvolumen und Modellvarianten effizient steuern lassen.
Auch im Produkt selbst setzt sich der ressourcenschonende Ansatz fort. Die Stapler sind voll vernetzt und verfügen über die technische Basis für Remote Services, digitale Diagnosen und Software-Updates over the air. Das ermöglicht, Fehler frühzeitig zu erkennen, Wartungen vorausschauend zu planen und unnötige Serviceeinsätze zu vermeiden. So werden Standzeiten reduziert und die Verfügbarkeit der Fahrzeuge erhöht. Hinzu kommt ein konsequentes Designed-to-Service-Prinzip: Servicearbeiten lassen sich schnell durchführen, der Teileaustausch bleibt minimal und die wirtschaftliche Lebensdauer der Fahrzeuge verlängert sich.
Für Kundinnen und Kunden bedeutet das nicht nur niedrige Betriebskosten und hohe Einsatzbereitschaft, sondern auch passgenaue Lösungen über digitale Funktionen, die sich bedarfsgerecht freischalten lassen. Die neue Generation verbindet damit ökologische Verantwortung und wirtschaftlichen Nutzen auf besonders wirkungsvolle Weise – von der ressourceneffizienten Fertigung bis zum langlebigen, intelligent vernetzten Stapler im täglichen Einsatz.
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Gießerei Weilbach: Ressourcenschonung mit Gewicht
Im Werk 4 von Linde Material Handling in Weilbach zeigt sich Nachhaltigkeit in besonders konzentrierter Form. Hier entstehen die Gegengewichte für die Staplerfertigung in Aschaffenburg – und zwar ausschließlich aus recyceltem Gusseisenschrott. Was von außen wie ein massiver Eisenblock wirken mag, ist in Wahrheit ein hochrelevantes Fahrzeugbauteil und zugleich das Ergebnis eines konsequent auf Ressourcenschonung ausgelegten Produktionskonzepts. Alte Heizkörper, Bremsscheiben, Gullydeckel oder auch zurückgeführte Gegengewichte werden wieder in den Materialkreislauf eingebracht und zu neuen Bauteilen verarbeitet.
Auch über das Metall hinaus folgt der gesamte Prozess dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Der für die Gussformen benötigte Quarzsand wird vor Ort gebunden, wieder aufgefangen und mechanisch aufbereitet. Künftig sollen zudem Metallspäne aus der Bearbeitung direkt im Werk verpresst und erneut dem Schmelzprozess zugeführt werden. So bleiben Rohstoffe so lange wie möglich im Umlauf.
Besonders im Fokus steht der Schmelzprozess selbst. Noch wird mit Koks gearbeitet, doch seit 2022 testet das Werk Biokoks aus nachwachsenden Rohstoffen. Ziel ist es, einen Teil des fossilen Brennstoffs schon bald zu ersetzen. Mittelfristig ist darüber hinaus der Wechsel zu elektrischer Schmelztechnologie mit grünem Strom vorgesehen – ein zentraler Baustein der Strategie „2035 plus“.
Flankiert wird dieser Weg durch gezielte Investitionen in Energieeffizienz, Ergonomie und Produktionssicherheit. Und auch logistisch geht Weilbach den nächsten Schritt: Zwei elektrische Lkw transportieren die Gegengewichte im engen Takt ins Werk nach Aschaffenburg. So endet Nachhaltigkeit nicht am Werkstor, sondern setzt sich bis in die Lieferkette fort.
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Stimulus: Vertrauliche Hilfe in belastenden Phasen
Soziales Engagement zeigt sich bei Linde Material Handling nicht nur nach außen, sondern auch im Blick auf die eigenen Mitarbeitenden. Denn psychische Belastungen gehören für viele längst zum Arbeitsalltag – unabhängig von Funktion oder Hierarchie. Um Beschäftigte in herausfordernden Lebensphasen zu unterstützen, setzt Linde MH in Frankreich auf das externe Beratungsprogramm Stimulus Care Services. Was 2020 bei Fenwick-Linde France als konkrete Hilfe in der Corona-Pandemie begann, ist heute ein fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge in den französischen Sales- und Servicegesellschaften.
Das Angebot richtet sich an alle Mitarbeitenden und wird von externen psychologischen Fachkräften betreut. Vertraulichkeit, Datenschutz und Anonymität haben dabei höchste Priorität. Ziel ist es, bei psychischen Belastungen frühzeitig Unterstützung zu bieten, Stress und Konflikte besser zu bewältigen und die persönliche Stabilität im beruflichen wie privaten Umfeld zu stärken.
Die Kontaktmöglichkeiten sind bewusst niedrigschwellig angelegt: Beratung ist per Telefon, Chat, Video, schriftlich sowie über eine Web-Plattform oder App möglich. Ergänzend stehen Inhalte zur Gesundheitsförderung und Selbstreflexion bereit, darunter Artikel, Podcasts, Videos und Webinare.
Inzwischen haben mehr als 4.200 Beschäftigte in Frankreich Zugang zu dem Programm. Die Erfahrung zeigt: Solche Angebote entfalten ihren Wert dann besonders, wenn sie professionell umgesetzt sind und von Führungskräften, HR, Gesundheitsmanagement und Sozialpartnern gemeinsam getragen werden. Genau darin liegt die Stärke von Stimulus – in einem verlässlichen, diskreten Unterstützungsangebot, das Mitarbeitenden zeigt, dass sie mit Belastungen nicht allein sind.
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E-Nutzfahrzeuge für die Logistik am Untermain
Elektrostapler gehören in unzähligen Branchen seit Jahrzehnten zum Standard – während im Nutzfahrzeugsektor noch klassische Antriebe dominieren. Gerade hier steckt jedoch nicht nur erhebliches Potenzial zur Reduktion klimawirksamer Treibhausgasemissionen; elektrifizierte Lkw und Transporter der neuesten Generation überzeugen auch mit Performance. Den besten Beweis dafür liefert ein aktuelles Projekt von Linde MH – das nach einer 2024 durchgeführten Machbarkeitsstudie zu klimaschonenden Nutzfahrzeugen für die Werke am Untermain umgesetzt wurde.
Anfang 2026 haben insgesamt zwölf elektrifizierte Nutzfahrzeuge Einzug in die Werkslogistik-Flotte von Linde MH gehalten: Zehn Transporter mit zulässigem Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen kommen dabei zwischen den Standorten in der Region Aschaffenburg zum Einsatz. Ihr Job reicht von der Versorgung der Kantinen über Servicefahrten bis hin zu internen Transporten zwischen dem Linde MH Headquarter, dem Werk 2 in Nilkheim, dem Regional Distribution Center in Kahl am Main sowie der Gießerei in Weilbach.
„Die 12 neuen Elektro-Nfz sind erst der Anfang. Wir treiben die Elektrifizierung – und damit die Emissionsreduktion – konsequent voran. In diesem Zuge bauen wir die benötigte Infrastruktur auf dem Werksgelände sukzessive aus.“ Franz Huber, Projektmanager Energy Solutions bei Linde MH
Dass Nutzfahrzeuge mit Elektro-Power auch schwerere Aufgaben meistern, demonstrieren die „großen Geschwister“: zwei vollelektrische Sattelzugmaschinen. Die 42-Tonner pendeln zwischen Aschaffenburg und der 36 Kilometer entfernten Gießerei in Weilbach, von wo aus sie tonnenschwere Gegengewichte für Linde-Stapler ins Montagewerk transportieren. Dank ihrer 600-kWh-Batterien bringen es die Lkw auf bis zu 500 Kilometer Reichweite. Geladen werden können sie sowohl in Weilbach, aktuell an einem mobilen 75-kW-Lader, als auch an mehreren 200-kW-Ladepunkten auf dem Aschaffenburger Werksgelände.
Nach aktueller Berechnung ergibt sich durch den Betrieb der zwölf Fahrzeuge ein jährliches Reduktionspotenzial von rund 180 Tonnen CO2 gegenüber Nutzfahrzeugen mit herkömmlichem Verbrennungsmotor. Die tatsächlich erzielten Einsparungen fließen dann in die Klimabilanz des Jahres 2026 ein. Die Fahrzeuge sowie Teile der Ladeinfrastruktur wurden im Rahmen der KsNI-Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr unterstützt.
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Welche Aspekte betrachtet eine Ökobilanz (LCA) entlang des Lebenszyklus eines Produkts?
Richtig!
Leider nicht richtig.
Eine Ökobilanz betrachtet nicht nur die Produktion oder den Energieverbrauch während der Nutzung, sondern den gesamten Lebenszyklus eines Produkts – von der Rohstoffgewinnung über Herstellung und Nutzung bis zur Entsorgung oder zum Recycling.
Ökobilanzen als Basis für bessere Produktentscheidungen
Wer Produkte nachhaltiger gestalten will, muss ihre Auswirkungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg verstehen. Genau hier setzen Ökobilanzen und produktbezogene CO2-Fußabdrücke bei Linde Material Handling an. Sie machen sichtbar, an welchen Stellen eines Produkts besonders relevante Umweltwirkungen entstehen – von der Rohstoffgewinnung über Fertigung, Transport und Nutzung bis hin zu Wartung, Reparatur und Lebensende. Der Blick folgt dabei konsequent dem Cradle-to-Grave-Prinzip.
Die Analysen zeigen: Vor allem die Nutzungsphase ist bei vielen Fahrzeugen die größte Quelle von Treibhausgasemissionen, sofern auf Kundenseite ein konventioneller Energiemix eingesetzt wird. Entsprechend stark rücken energieeffiziente Antriebe in den Fokus – sowohl bei verbrennungsmotorischen Lösungen als auch bei der Weiterentwicklung leistungsfähiger elektrischer Technologien. Während der Carbon Footprint gezielt THG-Emissionen bewertet, betrachtet die Ökobilanz die Umweltleistung umfassender, etwa auch mit Blick auf Wasserknappheit oder Wasserqualität.
Damit diese Erkenntnisse im Unternehmen wirksam werden, investiert KION in belastbare Methoden und gezielte Schulungen. Seit 2024 werden entsprechende Trainings für Mitarbeitende angeboten, 2025 kamen E-Learning-Module für eine noch breitere Zielgruppe hinzu. So wird lebenszyklusorientiertes Denken Schritt für Schritt in den Produktentscheidungsalltag integriert. Im Berichtsjahr 2025 wurden zudem für vier Linde-Staplerbaureihen neue Ökobilanzen erstellt. Ein weiterer Meilenstein ist der unabhängig nach ISO 14067 verifizierte Product Carbon Footprint des Linde-Kommissionierers N20. Für Kunden schafft das Transparenz über Scope-3-Emissionen – und damit eine wichtige Grundlage für ESG-Anforderungen und klimafreundlichere Entscheidungen.
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